Portrait Fotografie: Tipps und Tricks für schöne Fotos

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Was macht einen guten Blog aus? Eine klar definierte „Rezeptur“ gibt es dafür natürlich nicht, denn wie bei so vielem, liegt auch bei einem Blog die Schönheit im Auge des Betrachters. Es ist eine rein persönliche Wahrnehmungssache, ob man einen Blog als schön oder eben nicht so schön empfindet. Ein gut aufgebautes Template/Layout, interessante Texte und nicht zu vergessen schöne Fotos tragen mit Sicherheit dazu bei. Wie viele von euch vielleicht wissen, ist mein Mann, Christoph Weiß Photography, ein gelernter Fotograf und bereits seit über 10 Jahren hauptberuflich in der Branche tätig. Im heutigen Beitrag möchte ich besonders auf das Thema „Portrait-Fotografie im Freien“ eingehen und habe meinem Mann dazu ein paar Fragen gestellt.

   1. Christoph, welche Anfänger geeignete Kamera und Objektiv würdest du für Portraitfotos empfehlen?

Bei Anfängern aber auch bei Fortgeschrittenen sind aktuell die sogenannten Systemkameras sehr beliebt. Zum Einen sind sie durch die kompakte und handliche Bauweise ideal für unterwegs geeignet. Und zum Anderen durch ihre gute Qualität und die Möglichkeit die Objektive wechseln zu können: Zum Beispiel die M Serie von Canon oder von Fuji die X Serie.
Als Anfänger ist man schon gut ausgestattet mit einem Zoom Objektiv, das sehr oft im Kamera-Set angeboten wird. Nicht nur für Portraits, sondern auch unterwegs oder auf Reisen lassen sich damit gute Bilder machen. Für die ambitionierte Portraitfotografie empfiehlt es sich eine zusätzliche „Festbrennweite“ mit der Brennweite von 50mm oder 85mm zuzulegen, mit der sich noch spannendere Portraitfotos erstellen lassen.

    2. Welche Kameraeinstellungen eignen sich am besten für die Outdoor-Fotos?

Für Portraits im Freien bieten viele Kameras einen festen Portraitmodus an, dieser sorgt dafür, dass die Blende weit geöffnet ist (Blendenzahl etwa zw. 2.8-5.6). Dieses lässt sich somit auch auf einen manuellen Modus übertragen: der damit erzielte Effekt ist, dass die Personen scharf „freigestellt“ vor einen unscharfen Hintergrund steht.

    3. Auf manchen Fotos seid ihr als ganze Familie zu sehen, wo du ebenfalls mit drauf bist. Wie macht ihr in dem Fall eure Fotos?

Um nicht jedesmal irgendwelche Leute zu fragen , ob sie mal eben schnell ein Foto von uns machen können – um danach doch unzufrieden damit zu sein – machen wir unsere Familienbilder mit einem Stativ und einem Funkauslöser. Die Kamera wird dabei auf das Stativ gesetzt und ausgerichtet. Für die Funkauslösung kommt ein Empfänger an die Kamera und der passende Auslöser wird versteckt in der Hand gehalten. Man kann so beliebig viele Bilder machen, um genau das Bild zu schießen bei dem die ganze Familie in die Kamera schaut. Solche Funkauslöser Sets gibt es von verschiedenen Herstellern und für unterschiedliche Kameratypen, wir nutzen das von Calumet.

    4. Kinder bewegen sich bekannterweise immer sehr viel und halten nicht gerne still. Hast du einen Tipp, wie man am besten schöne Kinderfotos hinbekommt?

Bei Kindern muss man immer ein paar Bilder mehr machen, oft sind die schönsten Bilder dabei aber auch diese, die in einer Situation entstehen bei dem die Kinder nicht bewusst in die Kamera gucken müssen. Der Ausdruck ist hierbei wesentlich natürlicher, ein Lächeln viel schöner und das Bild viel emotionaler. Ansonsten immer mit den Kindern reden, mit witzigen Sprüchen bei Laune halten und so versuchen die Aufmerksamkeit aufrecht zu erhalten.

      5. Sonne oder Schatten: Welches Licht und zu welcher Tageszeit ist perfekt für ein Fotoshooting?

Es empfiehlt sich nicht unbedingt in der prallen Mittagssonne zu fotografieren, sollte es mal nicht zu vermeiden sein, sind schattige Plätze z.B. unter Bäumen gut geeignet. Ansonsten ist der späte Nachmittag und die Abendsonne sehr schön um tolle stimmungsvolle Bilder zu machen. Dabei erzielt man schöne Effekte, wenn die zu fotografierende Person mit dem Rücken zur Sonne steht, mit dem somit entstehenden Gegenlicht läßt sich toll experimentieren.

     6. Was ist deine Lieblingslocation für tolle Familienfotos? Und worauf muss ich achten, damit der Hintergrund auch schön wird?

Wichtig ist immer einen passenden Hintergrund zu wählen, der nicht zu unruhig ist. Ideal eignen sich Location mit viel Tiefe. Schöne Bilder lassen sich gut in Parks, am Meer oder auch mitten in der Stadt an größeren Plätzen machen.

      7.  Wie bearbeitest du deine Fotos? Benutzt du irgendwelche Filter?

Ich bearbeiten meine Bilder überwiegend mit Photoshop aber auch mit Lightroom. Auf voreingestellte Filter verzichte ich weitgehend komplett und richte alle Einstellungen manuell in den jeweiligen Programmen ein. Mit Hilfe von Kontrast, Helligkeit, Farbton und Weißabgleich lassen sich Bilder ziemlich schnell und einfach korrigieren.

    8. Gibt es sonst noch irgendwelche Zaubermittel, die in meiner Fototasche nicht fehlen dürfen?

Genügend freie Speicherkarten und mindestens ein weiterer voller Akku sind immer Pflicht. Mit Pinsel, Mikrofasertuch und Wattestäbchen lassen sich Kameras und Objektive gut reinigen. Für Fortgeschrittene ist außerdem ein ColorChecker Passport sehr hilfreich (damit lassen sich akkurate Farben schon während der Aufnahme besser erfassen).

    9. Falls ich meine Fotoerinnerungen nicht nur digital, sondern auf Papier haben möchte: wo bestelle ich dann am besten, damit auch die Qualität stimmt?

Sehr gute Fotoprodukte liefert Saal Digital, für Privatpersonen und Profis bekommt man dort gute Qualität zu einem fairen Preis. Ich selber bestelle dort immer unsere Fotobücher.

Ich bedanke mich an dieser Stelle bei meinem Mann, dass er sich dafür Zeit genommen hat und ein paar seiner Profi-Geheimnisse verraten hat! Fandet ihr diesen Beitrag hilfreich und was würde euch zu dem Thema noch interessieren? Schreibt eure Fragen gern in den Kommentaren :)

 

bis Bald,
Eure Julia

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