Im Coveritis-Fieber!

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Hallo ihr Lieben,

huch es ist schon wieder Donnerstag! Wo ist denn die ganze Woche geblieben? Die Zeit verging in den letzten Tagen wie im Flug! Wahrscheinlich liegt es daran, dass ich Coveritis habe! :)

Seit ich eine stolze Besitzerin einer Bernina L220 Coverstitch bin, verbringe ich jede freie Minute mit meinem neuen Schätzchen! Und ja ich liebe sie! Lange habe ich überlegt mir eine Coverstitch zu holen und war mir sehr, seeehr unsicher für welches Modell ich mich nun entscheiden soll. Seid ihr gerade auch am überlegen euch eine Cover zu holen und auch so unsicher? Für euch habe ich hier ein Paar Punkte aufgeschrieben, warum ich mich für die Coverstitch Bernina L220 entschieden habe:

1. Gute Beratung

Nicht geht ohne guter Beratung! Ich hatte das Glück von einer lieben Nähbloggerin Annelie von Ahoi angeschrieben zu werden als sie meine Suche nach einer Cover mitbekommen hat. Und da Annelie eine Produkttesterin beim Nähpark ist, gab sie mir den Tipp mich dort beraten zu lassen. Danke, liebe Anni! Ein Tag später… In einem ausführlichen Telefonat mit dem Nähpark wurden alle meine Fragen beantwortet und die Entscheidung stand fest, es wird eine Coverstitch Bernina L220.

2. Das Preis- Leistungsverhältnis

Preislich liegen die Covermaschinen, genauso wie alle anderen Nähmaschinen, sehr weit auseinander, angefangen mit ein paar Hundert Euro bis nach oben mit ein paar Tausend. Das war schon der erste Punkt, der FÜR die Bernina L220 sprach, denn sie liegt preislich genau in der Mitte. Da stimmt meiner Meinung nach das Preis-Leistungsverhältnis mit dem Nähspassfaktor und dem Gewissen überein :)

3.  Die Handhabung

11034200_905944136122716_475623916906303557_nAls ich die Coverstitch das erste Mal vor mir sah, hatte ich einen riesigen Respekt vor dieser Maschine! Normalerweise nähe ich mit sehr simplen Geräten und habe nie zuvor an einer „Bernina“ genäht. Was soll ich sagen…. das Nähgefühl mit der Bernina L220 ist einfach genial! Sie schnurrt wie ein Kätzchen und der Motor hat ordentlich Power (die Maschine an sich ist ziemlich klein von der Größe her, aber wie man es sagt: „klein, aber oho!“).

Besonders viel „Angst“ machte mir das Einfädeln des Unterfadens! Es gibt Covermaschinen, die über eine automatische Einfädelungsfunktion verfügen. Nettes Gadget, welches man bei der Bernina L220 nicht braucht. Denn es geht super easy diese Cover einzufädeln: einfach den alten Unterfaden mit dem neuen Faden verknoten und langsam durchziehen. Schaut euch das Bernina Video dazu an (HIER). Auch ohne diesem „Fadentrick“ ist es überhaupt nicht kompliziert die Maschine einzufädeln und wird in der Bedienungsanleitung und im Bernina-Video (HIER) ausführlich beschrieben.

4. Das Nähergebnis

1484685_906661606050969_5121918313325406373_nZu guter Letz und das Allerwichtigste bei einer Cover ist natürlich das Nähergebnis. Denn saubere Nähte sind nun mal das A und O bei einer Covermaschine. Eins kann ich euch ans Herz legen, lest euch unbedingt ganz sorgfältig die Bedienungsanleitung durch, nehmt euch wirklich Zeit und viel Ruhe dafür. Besonders der Teil mit der Ober- und Unterfadenspannung ist sehr wichtig.

Und so suchte ich aus meiner Restekiste ein Paar verschiedene Stoffreste raus und machte mich an das Kennenlernen der Bernina L220. Dünner Strick, dicker Sweat, mittelschwerer Jersey, Bündchenstoff… sie näht über alles. Nur eben ganz wichtig, dass die Einstellungen für die jeweilige Stoffart stimmen. Aber das ist eine reine Übungssache und wird mit sehr gutem Ergebnis belohnt! Wenn ihr etwas covert, übt bitte vorher an einem Teststück Stoff und spielt etwas an der Fadenspannung, dem Differentialtransport und dem Nähfussdruck bis ihr die optimale Entstellung gefunden habt.

11072537_906695502714246_3484428016451353073_nMittlerweile wird hier jedes Nähstück gecovert und wenn ich an meine coverlose Nähzeit denke, dann frage ich mich, warum ich diese Entscheidung nicht schon viel eher getroffen habe! Früher habe ich es gehasst die ganzen Kleider und Shirts zu säumen, die Zwilligsnaht meiner normalen Nähmaschine taugt gar nichts, diese Naht war unelastisch und riss schnell. Deswegen habe ich gerade bei Shirts meistens ein Bündchen an den Saum und an die Ärmel genäht… keine Dauerlösung natürlich. Aber jetzt ist endlich Schluss damit, denn Coveritis hat mich voll erwischt! Diese Covernähte machen voll süchtig :)

Heute zeige ich euch ein Sommershirt nach dem Schnittmuster von Lillesol & Pelle, welches ich ganz fleißig gecovert habe! Der weiche Jersey in Jeansblau ist von Stoffcentrum (HIER), der Stoff fühlt sich so gut an und ich liebe diese Farbe!

Was sagt ihr dazu? Sehen die Covernähte nicht professionell aus? :))

Wir sehen uns heute wieder bei RUMS!

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6 Comments
  • Simone Götze
    Mai 1, 2016

    Bist du nach einem Jahr noch glücklich mit der Cover? Ich habe gerade die Janome 2000 getestet und bin nicht wirklich glücklich, weil sie viele Fehlstiche produziert.
    Jetzt überlege ich mir die Bernina zuzulegen …
    wäre wirklich toll, wenn du kurz deine Erfahrung und Fehlstichquote mitteilen könntest :)
    lg Simone

    • Mamigurumi
      Mai 9, 2016

      Hallo Simone, ich bin immer noch (mittlerweile sogar noch mehr) sehr zufrieden mit meiner Bernina L220 :) Man muss sie am Anfang zwar „warm fahren“ und etwas mit den Einstellungen spielen, aber wenn man die perfekten Einstellungen für sich rausgefunden hat, dann schnurrt sie wie ein Kätzchen. Vielleicht kannst du sie bei dem Händler deines Vertrauens einmal testen? Liebe Grüße, Julia

  • Lena
    Januar 26, 2016

    Liebe Julia,

    ich habe mir schon einige Male deinen Eintrag durchgelesen auf der Suche nach Erleuchtung, welche Coverlock es werden soll. Wie vermutlich die Meisten schwanke ich zwischen Janome und Bernina, wobei ich ganz klar zur Bernina tendiere. Allerdings schreckt mich der gerine Durchlass etwas ab (im Nähpark meinten sie sogar, damit sei es noch nichtmal möglich, Raglannähte abzucovern). Du hast deine Maschine ja nun schon eine Weile: bist du nach wie vor zufrieden oder stört dich der geringe Durchlass?
    Ich würde mich sehr über eine Antwort freuen.
    Viele Grüße, Lena

  • AnniMakes
    April 24, 2015

    Liebe Julia! Zunächst vielen Dank für die ausführliche Darstellung deiner Covermaschine. Meine Overlock ist eine Bernina und ich bin mit ihr rundum zufrieden, so dass ich die Tendenz habe wieder zu einer Bernina zu greifen. Noch überlege ich, ob ich eine Cover wirklich brauche, da ich neben Jersey auch häufig Webstoffe nähe und meist „nur“ nur für mich – sprich Erwachsenenkleidung. Aber die professionellen Saumnähte würden mich sehr reizen. Das Shirt gefällt mir sehr, besonders das süße Halsbündchen. Da ist ein neckisches Detail, welches das Basis-Shirt dann doch zu etwas besonderem macht. Deine Kreationen gefallen mir alle sehr, sehr gut, du hast immer eine geschmackvolle Stoffzusammenstellung, viele Oberteile würde ich mir am liebsten auch so in den Kleiderschrank hängen. LG, Anni

  • Firlefanz
    April 23, 2015

    Das Shirt steht dir prima und die Covernähte sehen echt super aus! LG, Kristina

  • Katharina
    April 23, 2015

    Du siehst ganz bezaubernd aus und Deine Coverstiche sind wirklich super!!!

    Ich bin auch schon seit Monaten am überlegen ob und für welche Maschine ich mich entscheiden soll… Beim Nähpark habe ich auch angerufen, dort hat mir aber ein Mitarbeiter von dieser Bernina abgeraten und mit wärmstens die Janome empfohlen. Man wird verrückt! Mittlerweile habe ich so viel Negatives über die Janome gelesen, Fehlstiche, und, und, und. Die Bernina scheint aber prima zu funktionieren, das ist hier nicht der erste Beitrag darüber.

    Jedenfalls vielen herzlichen Dank für Deine Darstellung, ich denke, dass es irgendwann man die Bernina wird denn auch ich habe keine Lust für die Cover über 1000 Euro auszugeben. Welche das dann wäre, wissen wir vermutlich beide.

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